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Der Harz
Dichte Bergwälder, bizarre
Felsschluchten, geheimnisvolle Höhlen, rauschende Wasserfälle... Der Natur-Harz hat viele Gesichter.
Hier können Sie seltenen Tieren und Pflanzen begegnen, die Sie anderswo vergeblich suchen.
Auch Auerhahn, Uhu, Eisvogel und Schwarzstorch sind hier noch heimisch. Und sogar der Luchs hat im
Harz wieder ein Refugium gefunden.
Der hundertjährige Brockengarten mit Gebirgspflanzen aus aller Welt lohnt einen Extrabesuch. Vom höchsten Gipfel blicken Sie über den Natur- und
Nationalpark Harz. Damit keine Fragen offen bleiben stehen, geben Ihnen die Ranger und Wanderführer des Nationalparks gern Rede und Antwort. Der Nationalpark
Harz mit seiner sagenumwobenen Bergwildnis rund um den Brocken ist übrigens der einzige Nationalpark Deutschlands, der zwei Bundesländer vereint.
In den Bergfichtenwäldern der hohen Lagen mit ihren klaren Gebirgsbächen, Felsen, Blockhalden und Mooren, ist die „Sagenhafte Bergwildnis“ zu Hause. Eine Landschaft die zum Durchatmen einlädt.
Der Brocken
Mit 1.141 Metern über dem Meeresspiegel ist der
Brocken der höchste Berg Norddeutschlands. Und mit über 2 Millionen Besuchern jährlich auch eines der beliebtesten Ausflugsziele in der
gesamten Republik. Der Berg und seine Umgebung befinden sich im Nationalpark Harz und kann sowohl zu Fuß, als auch mit der
Brockenbahn erreicht werden. Für Wanderer gibt es den ca. 8 Kilometer langen Goetheweg, welcher am Torfhaus beginnt und auf der Brockenspitze
endet. Er beschreibt die vermutete Strecke Goethes, bei dessen Aufstieg auf den Brocken im Jahr 1777. Weitere Wanderwege kommen aus den benachbarten
Orten St. Andreasberg, Braunlage und Schierke. Auch der Harzer Hexenstieg führt auf einer Streckenlänge von ca. 100 Kilometern von Altenau über den
Brocken nach Thale. Nicht nur für die Freunde historischer Eisenbahnen ist eine Fahrt mit der Brockenbahn zum Gipfel ein Erlebnis. Ausgehend vom Bahnhof
Drei-Annen-Höhe verläuft die Strecke über Schierke nach rund 19 Kilometern im Brockenbahnhof. Den Fahrgast bietet sich dabei das
überwältigende Panorama des Nationalpark Harz.
Harzer-Hexen-Stieg
Mitten in Deutschland, mitten im Harz. Rund hundert Kilometer quer über das nördlichste deutsche Mittelgebirge, von Ost nach West oder West nach Ost, über den sagenumwobenen Brocken, den höchsten Berg des Nordens: Der Harzer Hexen Stieg macht's möglich.
Die ganze Schönheit des Harzes liegt dem Wanderer auf seinem Weg zu Füßen. Lichte Mischwälder und dichte Nadelwälder, bunt leuchtende Bergwiesen und steil aufragende Klippen, leise plätschernde Bäche und majestätische Talsperren.
Harzer Wandernadel
Sie wandern oder radwandern gern und wollen im Urlaub Natur und Berge genießen?
Dann entdecken Sie den Harz – Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge und werden Sie Harzer Wanderkönig oder gar Wanderkaiser. Erleben Sie
Erholung in unbeschwerter Natur und erwandern Sie ihre persönliche "Harzer Wandernadel".
An insgesamt 222 sehenswerten Plätzen im gesamten Harz stehen die Stempelstellen der " Harzer Wandernadel" für Sie bereit. Sie befinden sich in der Nähe von romantischen Waldgaststätten, rustikalen Schutzhütten und einer Vielzahl von interessanten Aussichtspunkten. Auch Bergwerke, Burgruinen oder Naturdenkmäler und natürlich der majestätische Brocken warten auf Ihren Besuch und halten einen Stempel für Sie bereit.
Ob Sie auf Goethes Spuren wandern oder dem Harzer Bergbau nachspüren wollen, ob Sie den Harzer
Grenzweg erkunden oder dem Harzer-Hexen-Stieg folgen die verschiedenen Themenhefte der Harzer Wandernadel machen das Wandern auch zum
kulturellen Erlebnis.
Ihre Wanderrouten stellen Sie mit dem Wanderpass der „Harzer Wandernadel“ je nach Kondition und Ihren persönlichen Vorlieben völlig
individuell zusammen. Erreichte Wanderziele dokumentieren Sie in diesem Wanderpass mit einem Stempel des besuchten Ziels. Als Erinnerung und Lohn für die
erwanderten Kilometer bietet die Harzer Wandernadel attraktive Wanderabzeichen in unterschiedlichen Leistungsstufen.

Europaradweg R1
Zu den wichtigsten Fernradwegen in Europa zählt der Europaradweg R1. Er trägt seinen Namen zu Recht, denn kein Radfernweg bietet
mehr von diesem Kontinent wie er.
Von Boulogne-sur Mer an der französischen Kanalküste bis ins russische St. Petersburg verbindet der
Euroroute R1
auf über 3.500 Kilometern die Menschen, die Natur und die Kultur von neun europäischen Ländern:
Frankreich,
Belgien,
den Niederlanden,
Deutschland,
Polen,
Litauen,
Estland
und Russland.
Folgen Sie dem deutschen Abschnitt des Europa-Radweges R1 auf insgesamt 940 Kilometern. Der Verlauf der Strecke ist hier mit der D-Route
3 identisch.
Von der holländischen Grenze bei Vreden führt der R1 durch das Münsterland, den Teutoburger Wald, den Harz, durch die wildromantische
Auenlandschaft der Elbaue, durch Dessau und Wittenberg mit den UNESCO-Weltkulturerbestätten.
Erleben Sie den Nationalpark Harz mit tiefgrünen Wäldern, kargen Felsklippen und klaren Wildbächen, das romantische Ilsetal und das umfangreiche
Wander- und Radwegenetz mit u. a. dem “Heinrich-Heine-Weg” dem schönsten Brockenaufstieg, dem Harzer Grenzweg am “Grünen Band” und dem
Klosterwanderweg von Drübeck/Ilsenburg über Wöltingerode nach Goslar. Entdecken Sie 1000-jährige Klosteranlagen an der “Straße
der Romanik”, das Hütten- und Technikmuseum und die Eisenkunstgießerei “Fürst-StolbergHütte”.

Oranienroute: entdecken Sie die Wurzeln des holländischen Könighauses
Viele Orte in Deutschland und den Niederlanden haben eine Verbindung mit dem aristokratischen Haus von Oranje-Nassau. Die 2.500 Kilometer lange
Oranje route
ist eine Reihe von historischen Höhepunkten! Planen Sie Ihren Urlaub an Hand des Oranienroute-website. Es gibt viel zu erleben für Liebhaber des holländischen
Königshauses.
Wernigerode und das Haus Oranien
Das Haus Wernigerode dankt seinen Oranien Verbindung an Juliana von Stolberg, die in 1506 geborene Frau von Willem den Reichen und Mutter von Willem den Schweiger, auf wem Sie
einen großen Einfluss gehabt haben soll. Jahrhunderte lang war das schloss Wernigerode die Sommerresidenz in Händen der Familie Stolberg, die eine lange Zeit sogar den
Namen
Stolberg-Wernigerode führte. Im Schloss, das als Museum ganzjährig für das Publikum geöffnet ist, erinnert noch viel an diese adelige Familie die eng verbunden
ist mit den Oraniern. Es hängt zum Beispiel ein großes Portrait von Juliana von Stolberg im Schloss, die Frau nach dem die vorige Niederländische Königin genannt
worden ist.
Das Museum gibt ein detailliertes Bild der Wohnkultur des hohen Adels im 19. Jahrhundert. Von der Terrasse des Schlosses haben Sie eine grandiose Aussicht über das alte
Stadtzentrum von Wernigerode.

Die Fachwerkstraße
Von der Elbe bis an die Hahle finden Sie vielfältige Landschaften: Wendland, Altmark, Lüneburger Heide, Braunschweiger Land, Harz
oder Eichsfeld. Auf Schritt und Tritt treffen Sie auf Jahrhunderte altes Fachwerk. Das Wirken von Herzögen, Fürsten und Königen hat Stätten mit
herausragenden Zeugnissen europäischer Kulturgeschichte hervorgebracht. Erleben Sie Orte, die wie ein lebendiges Lehrbuch Baugeschichte dokumentieren.
Eigentümer und Bewohner sowie Städte und Gemeinden haben den Wert historischen Fachwerks als individuelle Handwerksschöpfungen und als
unwiederholbare Beiträge zur Stadt- und Dorfgestaltung erkannt. Fachwerk wird geschätzt und liebevoll gepflegt.
Museen unterschiedlichster Art, alte Kostbarkeiten und neue Design-Ikonen entlang der
Fachwerk Straße werden Sie begeistern. Vom Domschatz in Halberstadt über die Rundlingsdörfer im
Wendland, vom niedersächsischen Landgestüt zum Evangeliar Heinrichs des Löwen, vom Museum für Mechanische Musikinstrumente über den
Brocken im Harz pulsierendes Leben, Kultur und Natur erwarten Sie.
Nehmen Sie sich Zeit, und genießen Sie bei einem Bummel durch die Fachwerkstädte die lauschigen Innenhöfe, die gemütlichen Restaurants und
Cafés und die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Von Wandern über Radfahren, Reiten, Golf, Wassersport bis zum Segelfliegen erwartet Sie ein
umfangreiches Freizeitangebot.
Entdecken Sie den Charme und die individuellen Reize der Fachwerkstädte von der Elbtalaue bis zum Harz.

Die Straße der Romanik
Die straße
der Romanik gehört zu den beliebtesten deutschen Tourismusrouten. Sie verläuft in Form einer Acht durch
Sachsen-Anhalt. 80 Bauwerke in 65 Orten in der typischen Rundbogenarchitektur der Romanik liegen an der Route.
Originalschauplätze mittelalterlichen Lebens mitten in Deutschland.
Die Region zwischen Harz und Elbe ist das Kernland deutscher Geschichte, das Land der frühen Könige und Kaiser, Heinrichs I. und Ottos des
Großen. Stolze Dome, Feldsteinkirchen, trutzige Burgen und stille Klosteranlagen zeugen von Gottesfurcht und Machtentfaltung, vom Leben vor 1.000 Jahren, in
einer Zeit, die zu den geheimnisvollsten und sagenumwobensten gehört – dem Mittelalter. Sachsen-Anhalt ist besonders reich an mittelalterlichen
Bauwerken und Schauplätzen.
Stiftskirche von Quedlinburg
Manche davon sind weltberühmt, wie die Stiftskirche von Quedlinburg, die sich über der Altstadt
mit 1.200 Fachwerkhäusern erhebt und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Andere müssen noch entdeckt werden, wie die altmärkischen Dorfkirchen
und Backsteinbauten. Und die spätromanischen Wandmalereien in der St. Thomas-Kirche in Pretzien und die Klostergärten von Drübeck, die zu den 40
schönsten von 1.000 historischen Gartenanlagen und Parks in Sachsen-Anhalt zählen.
Die gewaltige Anlage der Burg Querfurt, die sieben Mal größer ist als die Wartburg. Die Wohnburg Falkenstein, auf der Eike von Repgow den
“Sachsenspiegel” das bedeutendste deutschsprachige Rechtsbuch des Mittelalters – übersetzte. Die Neuenburg über den Weinbergen des
Saale-Unstrut-Tales oder die teilweise rekonstruierte Königspfalz von Tilleda, in Sichweite zum Kyffhäuser.
Neben der Vielfalt landschaftlicher Schönheiten und Sehenswürdigkeiten sind es auch viele touristische Erlebnisangebote, wie Rittermahl,
Minnegesang oder mittelalterliches Markttreiben, die die Straße der Romanik zu einem unvergesslichen Reiseziel machen.

Mythen und Sagen
All das ist der Harz und zu all dem erzählen sich die Menschen seit Alters her schaurige und romantische Geschichten. Über Bergmänner und Bergwerke, über Bergmönche und Zwerge, über Hexen und Teufel, über Bären und Wölfe, über Geister und Elfen, über Ritter und Jungfrauen. Alles was rätselhaft erschien wurde mystifiziert und ist uns heute als Sage erhalten.
Roßtrappe
Die Roßtrappe ist ein 403 Meter hoher Granitfels, welcher sich über das Bodetal im Harz erhebt. Dieser Felsgipfel gilt als eine der großartigsten Felspartien nördlich der Alpen und ist wahrlich eine Sehenswürdigkeit. Der südliche Ausläufer des Berges ragt weit hinein in das Bodetal und fällt anschließend fast Senkrecht 200 Meter in die Tiefe ab. Die Roßtrappe ist zu bereichen über diverse steile Anstiege vom Bodetal aus, wie z. B. die Schurre, einen im 1864 in Serpentinen angelegtes Pfad, oder über den 4 Kilometer langen Präsidentenweg. Aber auch ganz bequem mit dem Auto oder in einer spektakulären Fahrt in dem Sessellift kann der Gipfel erreicht werden.
Mit Sicherheit ist jedoch die größte Sehenswürdigkeit auf dem Roßtrappenfelsen, der sagenumwobene Hufabdruck, welcher dem Felsen seinen Namen gab. In dieser Sage wurde die Königstochter Brunhilde vom wilden Riesen Bodo verfolgt, der sie entgegen ihren Willen heiraten wollte. Auf ihrer Flucht auf einem weißen Roß tat sich jedoch vor ihr plötzlich ein tiefer Abgrund auf. Mit einem mutigen Sprung setzte sie zum jenseitigen Felsen über wobei sich beim Aufprall der Huf ihres Pferdes tief in den Stein einprägte und noch heute zu sehen ist. Bodo jedoch stürzte mit seinem Pferd in den Fluss und bewacht seitdem, als schwarzer Hund verwandelt, die Krone der Königstochter, welche sie bei ihrem Sprung verlor.
Hexentanzplatz
Auf einem Plateau, welches 454 Meter über NN und oberhalb des Bodetals liegt, befindet sich der
Hexentanzplatz im Harz. Auf diesem, nach dem Brocken wohl bekanntesten Ort, herrscht nicht nur in der Nacht zum 1. Mai -“der Walpurgisnacht -”reges
Treiben.
Vom Hexentanzplatz hat man einen fantastischen Ausblick über das Bodetal sowie das nördliche Harzvorland. Man hat drei Möglichkeiten den Platz zu
erreichen. Per Auto (jedoch ist der Parkplatz oft überfüllt), mit der Seilbahn ab Thale, die einen schönen Blick in das Bodetal ermöglicht,
sowie über den sehr steilen Fußweg, der am Felshang verläuft.
Oben erwarten den Besucher ein kleiner Tierpark, eine Allwetterrodelbahn, die Walpurgishalle, wo die Sagenwelt des Harzes mit kunstvollen Gemälden wieder
aufgelebt wird, sowie das Harzer Bergtheater.
Harzer Schmalspurbahnen
Die Harzer Schmalspurbahnen sind heute das größte Museum im Harz. Die
HSB unterhält das längste zusammenhängende
Schmalspur-Streckennetz Deutschlands von 140 km Länge mit 44 Bahnhöfen und Haltepunkten. Jährlich fahren über eine Million Menschen mit Fahrzeugen und
auf Strecken, die zum Teil älter als hundert Jahre sind. Viel Geld, Zeit aber auch viel Liebe gehören dazu, diese technischen Denkmäler betriebsbereit zu
halten.
Die Harzer Schmalspurbahnen zeichnen sich durch einige Superlative aus. Im Verlauf der drei Strecken werden über 400 Brücken, Wasserdurchlässe und
Überführungen sowie der einzige Tunnel aller Schmalspurbahnen in den neuen Bundesländern passiert.
In den vielen schmalen Tälern des Harzes
beschreiben die Gleise unzählige Bögen.
Allein zwischen Steinerne Renne und Drei Annen Hohne durchfahren die Züge der Harzquerbahn schon 72 Bögen. Der kleinste Bogenradius beträgt nahe Steinerne
Renne nur ganze 60 Meter.
Viel Arbeit leisten Lokführer und Heizer aber vor allem auf den langen Bergfahrten; bei Steigungen von bis zu 1:25 werden höchste Anforderungen an Mensch und
Maschine gestellt. Für die Abwicklung des Reisezugverkehrs stehen der HSB vorrangig 25 Dampflokomotiven zur Verfügung.
In der Regel bedienen 7 Dampfloks aus den 50'er Jahren den fahrplanmäßigen Zugbetrieb, der das ganze Jahr über zwischen den 44 Bahnhöfen und
Haltepunkten herrscht. Von besonderer Kostbarkeit sind die acht historischen Dampflokomotiven. Die älteste, eine Malletlok, stammt aus dem Jahre 1897. Der Schwerpunkt
der Geschäftstätigkeit liegt dabei heute im touristisch orientierten Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV).

